Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg Pröpstinnen empfehlen bis Ende April auf Gottesdienste und Veranstaltungen zu verzichten

Frauke Eiben und Petra Kallies empfehlen den Kirchengemeinden im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg bis Ende April auf Gottesdienste und Veranstaltungen zu verzichten.

Die Pröpstinnen des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg, Petra Kallies und Frauke Eiben, empfehlen den Kirchengemeinden im gesamten Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, zunächst bis Ende April auf das Feiern von Gottesdiensten zu verzichten. „Schwache zu schützen und mitzuhelfen, dass Infektionsketten nicht entstehen, muss auch unser gemeinsames Ziel sein, daher gilt: safety first!“, schreiben beide in einer Handlungsempfehlung an die Kirchengemeinden. Auch alle anderen kirchlichen öffentlichen Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen, Gruppen und Kreise sind abzusagen, ebenso Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit und der Konfirmandenunterricht. Zudem empfehlen sie, Konfirmationen zu verschieben.

Aktuell sind alle Gottesdienste in Norddeutschland abgesagt. Darauf haben sich die Nordkirche und das katholische Erzbistum Hamburg verständigt. Die Absage betrifft die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Der Grund dafür sind vorbeugende Maßnahmen im Blick auf das Coronavirus. 

Verlässliche Erreichbarkeit

„Wichtig ist uns die Botschaft, dass sich die Kirche nicht zurückzieht und ihren öffentlichen Auftrag vernachlässigt. „Wir sind für Sie da“ in Seelsorge und mit Rat und Tat. Wir sind telefonisch erreichbar und natürlich auch persönlich. Ggf. kann in einer Kirchengemeinde auch Unterstützung z.B. beim Einkaufen organisiert werden.“ Hier gebe es bereits kreative Ideen.

Amtshandlungen nur in kleinem Kreis

Für Beerdigungen wird empfohlen, mit den Angehörigen zu besprechen, eine Trauerfeier im kleinen Kreis zu halten, und zu einem späteren Zeitpunkt einen Gedenkgottesdienst anzubieten. Somit würde die Trauerfeier in einem „privaten“ Rahmen stattfinden, in dem die Teilnehmenden namentlich bekannt sind. „Gleichwohl gilt es, achtsam und zum Schutz für Risikogruppen zu agieren.“ Dasselbe gelte für Taufen und Trauungen. Hier solle mit den Tauffamilien und Traupaaren besprochen werden, im kleinen Rahmen zu feiern, und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt einen festlichen Gottesdienst anzubieten.

Digitale Formate für Gottesdienste

„Wir möchten Christinnen und Christen bitten, den Fernsehgottesdienst einzuschalten und mitzufeiern oder auf einen Radiogottesdienst auszuweichen. Auch ein regionales Format zu digitalen Feiern von Gottesdiensten, welches in den Sozialen Medien abgerufen werden kann, ist im Gespräch“, so die Pröpstinnen. Mit der Umsetzung werde so schnell wie möglich begonnen.

Der Link zum Artikel "Absagen und Einschränkungen wegen des Coronavirus".

Die aktuellen Handlungsempfehlungen der Nordkirche zum Corona-Virus sind hier nachzulesen.